| Ideenwettbewerb für Fragmente des alten Bozner Stadttheaters |
| 20.11.2007 | |
|
Die Fragmente des alten Stadttheater-Brunnens sowie Säulenreste, die derzeit zum Teil als Müllkippe am Bozner Mazziniplatz verwendet und daher zweckentfremdet werden, sollen aufgewertet und einer neuen, würdigen Bestimmung zugeführt werden.
Das Kuratorium für Technische Kulturgüter hat in diesem Zusammenhang einen Ideenwettbewerb angeregt, um die Skulpturen, die einst den Vorplatz des alten Stadttheaters markierten, in einem neuen Strahlungsfeld im Bozner Stadtraum aufzustellen. Als das vom Münchner Architektenduo Jakob Heilmann und Max Littmann 1918 gebaute Bozner Stadttheater von den Fliegerbomben des zweiten Weltkriegs zerstört wurde, entschied man sich für einen vollständigen Abriss. Für den Wiederaufbau fehlten damals die finanziellen Mittel. Sämtliche Ornamente des Baues gingen verloren mit Ausnahme des nur mehr in Fragmenten vorhandenen originalen Stadttheater-Brunnens, Säulen und kleinen in Bruchstücken erhaltenen Engeln aus weissem Marmor. Teile davon befinden sich am Mazziniplatz und im Depot der Gemeinde Bozen in Moritzing, Schwelbad. Da 2008 das alte Theater, in den Dreissigerjahren nach ?Giusppe Verdi? benannt, das 90 Jahr-Jubiläum begehen würde, wäre auch aus aktuellem Anlass ein Ideenwettbewerb durchaus denkbar. In Zusammenarbeit mit Institutionen, Berufsverbänden und Interessierten könnten sinnvolle Vorschläge für die Standortfrage erarbeitet werden. Der Brunnen sollte als Technikdenkmal an die Gründerzeit erinnern und gleichzeitig als Gedächtnisstätte im Rahmen einer Zeitzeugenbegegnung eine Aufwertung erfahren. Das Kuratorium lädt alle ein, sich öffentlich in die Diskussion einzubringen. |

