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10.01.2026 |
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Mit Jahresende ist der Fotowettbewerb erfolgreich abgeschlossen worden. Die vielen Einsendungen haben Themen der Nachhaltigkeit, Klimaneutralität im postfossilen Zeitalter, Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft, Innovation und Tradition vertieft. Die Bildmotive zeigen eine individuelle und kritische Auseinandersetzung mit dem Naturraum und der gebauten Umwelt.
Die Fachjury hat sich intensiv mit der Bewertung der insgesamt 305 aus dem In- und Ausland eingesandten Fotos befasst. Am 9. Jänner 2026 erfolgte die Jurysitzung, bei der die besten Bilder in die engere Auswahl genommen wurden.
Die fotographische Qualität, Idee und Ästhetik unter Einbeziehung der Ausschreibungskriterien, vor allem der Bezug zur Nachhaltigkeit und Klimaneutralität, waren für die Bewertung ausschlaggebend.
Die Jury setzt sich zusammen aus den Profi-Fotografen Oliver Jaist, Gregor Khuen Belasi, Horst Hambrusch und Ingrid Heiss.
Die Fotoarbeiten wurden auf der eigens hierfür geschaffenen Webseite Fotocontest Klimahouse Sustainable Future hochgeladen.
Die Fotos werden von Ende Jänner bis Anfang Februar 2026 in einer Ausstellung in den Geschäften der Bozner Altstadt sowie in einigen Bushaltestellen zu sehen sein. Die besten Bilder werden in einer Fotoschleife auf der Bozner Klimahouse-Messe veröffentlicht.
Insgesamt wurden 20 Bildmotive in die engere Wahl gezogen. Es werden drei Hauptpreise vergeben:
Sie gehen an Elmar Dorigatti aus Bozen, Werner Schröter aus Innsbruck und Cesare Barillà aus Piacenza. |
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10.01.2026 |
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Statutarisches Ziel des Kuratoriums ist es, technische Kulturgüter zu dokumentieren, zu erhalten und in Wert zu setzen. Die vielen jahresübergreifenden Projekte und Initiativen haben zu Projektpartnerschaften mit öffentlichen Einrichtungen und Sponsoren motiviert.
Wichtigster Themenschwerpunkt war 2025 und ist 2026, die Erforschung von Objekten und Bauten und deren Verortung, sodass sowohl digital als auch real das technische Kulturgut ein Referenzpunkt wird. In der neuen Publikation und im Internetmuseum werden die Schwerpunktthemen mit Fokus auf die Mobilität und Energie umfassend dargestellt. Straßen, Brücken, Tunnel und Viadukte, Bahnen und Bergbahnen definieren die Mobilität, während die Wasserkraftwerke, die Architektur, die Pioniere und der Bergbau die Energie repräsentieren.
Aussagestarke Beispiele werden entlang der Flusslandschaften von Eisack, Etsch und Rienz analysiert und legen Zeugnis ab vom besonderen Zusammenspiels von Natur, Technik, Wirtschaft und gesellschaftlichem Wandel. An die 400 Objekte und Bauten wurden in der Publikation Technische Kulturgüter an Eisack, Etsch und Rienz portraitiert. Auf 969 Seiten werden Südtiroler Erfolgsgeschichten dargestellt. Die Arbeit wird in verschiedenen öffentlichen Initiativen landesweit zwischen Frühjahr und Sommer 2026 präsentiert.
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29.12.2025 |
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Nur noch bis zum 31. Dezember um 24 h ist das Internet-Portal geöffnet, über das die Teilnahme am Fotocontest Sustainable Future möglich ist.
Ziel ist es, die Themen Nachhaltigkeit, Klimaneutralität im postfossilen Zeitalter, Energieeffizienz und Innovation mit der Fotokamera zu entdecken und im Bild festzuhalten.
Der Fotocontest spornt an, sich persönlich und kritisch mit der gebauten Umwelt im eigenen Lebensraum auseinanderzusetzen.
Die Fotos werden von einer Fachjury Anfang Jänner ausgewählt und Ende Monat in einer Ausstellung in den Geschäften der Bozner Altstadt gezeigt. Die prämierten Fotos werden auch in den Bushaltestellen im Einzugsbereich der Bozner Messe Ende Jänner 10 Tage lang zu sehen sein.
Die Jury setzt sich zusammen aus den Profi-Fotografen Oliver Jaist, Gregor Khuen Belasi, Horst Hambrusch und Ingrid Heiss.
Der Fotowettbewerb, der im Jänner 2025 gestartet wurde, wird vom Kuratorium für technische Kulturgüter organisiert, in Zusammenarbeit mit der Messe Bozen, Kurverwaltung, Gemeinde Bozen, Dachverband für Natur und Umweltschutz, HGV Hotelier- und Gastwirteverband, AVS- Südtiroler Alpenverein, Klimahausagentur, Athesia Ag, Keim Farben, Bierbrauerei Forst, Stiftung Sparkasse, Federesco, wobei die neuen Medien als Plattform genützt werden.
Das zweisprachige Reglement des Wettbewerbs ist auf der Web-Seite www.klimahouse-fotocontest.com veröffentlicht, auf der auch die eingereichten Fotos zu laden sind.
Als Preise werden gesponserte Wochenend-Aufenthalte an besonderen Orten oder auch geführte Wanderungen, Buchpreise oder immaterielle Preise vergeben.
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20.08.2025 |
BOZEN (LPA). Der Euregio-Baukulturpreis 2025 tritt in die nächste Phase. Nach den Jurysitzungen lädt die Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino die Menschen ein, ihre Favoriten für den Publikumspreis zu bestimmen.
Der Tiroler Alt-Landeshauptmann Wendelin Weingartner, in Zusammenarbeit mit Witti Mitterer, Direktorin des Kuratoriums für Technische Kulturgüter, hat den Preis ins Leben gerufen, um Persönlichkeiten zu ehren, die mit vorbildhaften Haltung zur Baukultur überzeugen. Im Mittelpunkt stehen ein sensibler, identitätsstiftender und zukunftsweisender Umgang mit bestehender Baukultur und der Umgebung.
Die erste Ausgabe des Preises trägt das Motto "Weiterbauen am Bestand und in Umgebung" und richtet sich an Architekturschaffende. Sie stieß in allen drei Regionen der Euregio auf großes Interesse. 55 qualitätsvolle Einreichungen aus den drei Ländern, davon 27 aus Tirol, 19 aus Südtirol und neun aus dem Trentino zeigen die baukulturelle Vielfalt sowie die gestalterische Sensibilität und Kompetenz in der gesamten Europaregion.
Die Fachjury mit der Landschaftsarchitektin Rita Illien, dem Bauingenieur Jürg Conzett und dem Architekten Armando Ruinelli sichtete die Projekte in mehreren intensiven Sitzungen, bereiste ausgewählte Einreichungen und bestimmte die Preisträgerinnen und Preisträger.
Neben der Juryentscheidung vergibt die Euregio auch einen Publikumspreis: Auf www.euregio.info/baukultur stehen ab sofort alle vollständigen Einreichungen online. Wer mitmacht, kann bis einschließlich 21. September für sein/ihr Lieblingsprojekt stimmen. Das Projekt mit den meisten Stimmen erhält den Publikumspreis in Form einer Lithografie des ladinischen Künstlers Lois Anvidalfarei.
Am 6. Oktober überreicht die Euregio in Innsbruck die Preise. Je eine Preisträgerin oder ein Preisträger pro Land erhält eine von Lois Anvidalfarei geschaffene Bronzeskulptur. Ende Oktober startet eine Wanderausstellung, begleitet von einer Publikation, die alle ausgezeichneten Projekte, die bereisten Favoriten und die weiteren Einreichungen dokumentiert und würdigt.
Der Euregio-Baukulturpreis wurde vom Kuratorium für Technische Kulturgüter initiiert und in Zusammenarbeit mit der Abteilung Bodenordnung, Geschäftsstelle für Dorferneuerung und Lokale Agenda 21 des Landes Tirol, weiterentwickelt.
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22.07.2025 |
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Die Technischen Kulturgüter, wichtige Zeitzeugnisse unserer Kulturlandschaft, sollen stärker ins Rampenlicht gerückt werden
Die Technischen Kulturgüter, wichtige Zeitzeugnisse unserer Kulturlandschaft, sollen stärker ins Rampenlicht gerückt werden. Nach 35 Jahren intensiver Forschungs- und Aufbauarbeit hat das Kuratorium die Grundlagen für eine neue Öffentlichkeit der technischen Kulturgüter geschaffen. Sie in Wert zu setzen gelingt nur dann, wenn sie in ihrer architekturhistorischen, wirtschaftlichen und kulturpolitischen Verbindung analysiert werden, denn dadurch erlangen sie erst ihre Bedeutung.
In absehbarer Zukunft soll in der Landeshauptstadt der nötige Raum für eine museale Schausammlung, verbunden mit einem Dokumentatioszentrum geschaffen werden. Bei der heutigen Ausspreche mit Landesrat Philipp Achammer, Ressortdirektor Armin Gatterer, Kuratoriumspräsident Arthur Scheidle und Direktorin Witti Mitterer wurden mehrere Vorschläge angesprochen, unter anderem die ehemalige Remise der Rittner Bahn hinter der Seilbahn, wo das Kuratorium bereits 1994 die erste Landesausstellung über Technische Kulturgüter in Südtirol organisiert hat, sowie die Rampa Mosto, ebenfalls im Blickfeld der Rittner Seilbahn und als Bahnimmobilie nicht mehr in Verwendung. In beiden Hallen im Nahbereich der Rittner Seilbahn können auch die Büros und die Fachbibliothek sowie die Videothek mit über 60 Dokumentarfilmen untergebracht werden, zumal das Kuratorium akute Raumprobleme hat.
Die langfristige von der STA vorgeschlagene Lösung hingegen sieht die Sanierung der Werkhallen am Bahnhof Meran vor, die allerdings sehr kostespielig ist und noch einige Jahre dauern dürfte.
Landesrat Achammer versicherte seinen Einsatz, da eine museale Einrichtung den kulturellen Mehrwert und die Attraktivität der Landeshauptstadt steigern werde. Vom Kuratorium überreicht wurde dem Landesrat auch das Statut des in das Landesverzeichnis der ehrenamtlichen Organisationen seit 2003 eingetragenen Vereins, der in seinen Zielsetzungen die Forschung und die Errichtung einer musealen Struktur festgeschrieben hat.
Landesrat Achammer wertschätzte die Arbeit des Kuratoriums, das künftig mit mehr finanziellen Mitteln ausgestattet werde, um die Initiativen Südtirolweit besser umsetzen zu können.
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27.06.2025 |
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Im vergangenen März besuchte eine Delegation des Kuratoriums für technische Kulturgüter mehrere historische Orte in Trient. Am 24. Juni 2025 erwiderte die Delegation aus Trient unter der Leitung von Ing. Ezio Facchin, ehemaliger Stadtrat für Mobilität der Gemeinde Trient, den Besuch. Eine Delegation aus Technikern und Kulturschaffenden aus dem Trentino hat signifikante Schauplätze in Bozen besichtigt.
Das Tagesprogramm war reichhaltig: vom Glashaus im Park des historischen Hotels Laurin und das Waaghaus bis hin zum Merkantilgebäude, wo die Delegation vom Präsidenten der Handelskammer, Dr. Michl Ebner, empfangen wurde. Das dichte Besichtigungsprogramm lies für die Bewunderung der Fresken der Giotto-Schule in der Dominikanerkirche wenig Zeit.
Nach dem Mittagessen in der Franziskanergasse folgte eine Kellerbesichtigung drei Stockwerke tief unter der Erde. Am Nachmittag endete der Besuch von Schloss Maretsch mit einem Talferspaziergang, den Restaurierungsarbeiten an den Straßenlaternen auf der Talfer-Promenade und der Ausstellung in der Krypta des Siegesdenkmals.
Das Kuratorium ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit der Dokumentation, Erhaltung und Inwertsetzung technischen Kulturgutes in Südtirol und im gesamten Alpenraum beschäftigt.
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07.06.2025 |
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Der Preis wird 2025 erstmals vergeben und ehrt Personen in der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino für ihre besondere Haltung zur Baukultur. Ausgezeichnet wird ein vorbildlicher Umgang mit baukulturellem Erbe und Bausubstanz im Hinblick auf Umbauten, Renovierungen und insbesondere Transformationen.
Die erste Ausgabe steht unter dem Thema „Weiterbauen am Bestand und in Umgebung“ und richtet sich an Architekturschaffende, die entsprechende Projekte in einem oder mehreren der drei Länder realisiert haben. Während die thematische Grundausrichtung des Preises vorgegeben ist, wird für jede Ausgabe das spezielle Thema und der zur Teilnahme eingeladene Personenkreis neu festgelegt. Der Preis wird alle zwei Jahre im jeweils vorsitzführenden Land der Euregio vergeben.
Der Euregio-Baukulturpreis wurde vom Kuratorium für Technische Kulturgüter initiiert und in Zusammenarbeit mit der Abteilung Bodenordnung und der Geschäftsstelle für Dorferneuerung des Landes Tirol und dem Denkmalamt der Provinz Trient weiterentwickelt. Der Preis wurde vom ehemaligen Tiroler Landeshauptmann Dr. Wendelin Weingartner für vier Ausgaben gestiftet.
Interessierte können sich auf www.euregio.info/baukultur zum Preis informieren und dort Vorlagen für die Bewerbung herunterladen und einreichen. Die Einreichfrist endet am 7.7.2025. Im Anschluss daran findet die erste Jurysitzung und eine Bereisung einer Auswahl von Projekten statt. Die Jury besteht aus drei international renommierten Expert:innen: der Landschaftsarchitektin Rita Illien, dem Bauingenieur und Tragwerksplaner Jürg Conzett, sowie dem Architekten Armando Ruinelli. Die Jury wird von einer Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertreter:innen aus den Ländern unterstützt, beraten und teilweise begleitet.
Im Spätsommer wird es die Möglichkeit geben, im Rahmen eines Online-Votings unter allen vollständigen Einreichungen einen Publikumspreis zu vergeben.
Die feierliche Preisverleihung findet am 6.10.2025 in Innsbruck statt, bei der ein:e Preisträger:in pro Land mit einem Preis in Form einer Bronzeskulptur des ladinischen Künstlers Lois Anvidalfarei ausgezeichnet wird. Im Anschluss daran sind eine Wanderausstellung und eine Publikation geplant.
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24.05.2025 |
Elisabeth Baumgartner (1938-2005) war eine der wichtigsten politischen Berichterstatterinnen und Kulturschaffenden in Südtirol. Die gebürtige Wienerin zog nach Abschluss der Kunstakademie in den 1960er Jahren nach Südtirol, wo sie sich der Kunst- und Kulturwelt widmete und anschließend als "Stimme Südtirols" über drei Jahrzehnte eine der bedeutendsten politischen Journalistinnen des Landes war. Ihr Werk beinhaltet die Aufarbeitung der Bombenjahre, kritische und vielfältige Filmprojekte und Portraits sowie unzählige Berichte und Interviews mit politischen AkteurInnen in und rund um Südtirol. Neben ihrer journalistichen Tätigkeit engagierte sie sich intensiv in der Kulturarbeit. Sie war Mitbegründerin des Filmclubs, der ar/ge Kunst und setzte sich bis zu ihrem Lebensende für den Erhalt der technischen Kulturgüter Südtirols ein. Anlässlich ihres 20. Todestages wird im Filmclub Bozen ein vielfältiges Programm rund um das breite Schaffensfeld von Elisabeth Baumgartner gezeigt.
30.05.2025 - 18 Uhr
"Elisabeth Baumgartner. 1938 - 2005" - Dokumentarfilm von Gerd Staffler. Kamera Lukas Kobler. Anschließendes Gespräch mit Wittfrieda Mitterer (Kuratorium technische Kulturgüter), Gerd Staffler (Regisseur) und Zeno Braitenberg (Rai Südtirol).
"Südtiroler Künstler: Markus Vallazza" - TV-Film, 1970/1971, Regie: Bruno Jori, Text: Elisabeth Baumgartner. Im Anschluss Gespräch mit Alma Vallazza.
"Elisabeth - eine Gesprächstunde" - Oktavia Brugger (Rai Journalistin und Politikerin), Barbara Gabrielli (Historikerin und Nachlasskuratorin), Eleonore Kleindienst (Architektin und Schwester), Martin Kaufmann (Gründungspräsident Filmclub), Karin Welponer (Gründungsmitglied ar/ge Kunst und Künstlerin). Moderation: Renate Mumelter.
31.05.2025 - 10 Uhr
"Ich arbeite nur acht Stunden, mir geht es gut. Fallbeispiel Kaltern: Wie die Kinder den Fremdenverkehr sehen" - Film, 1981, Konzept und Regie: Elisabeth Baumgartner. Kamera: Fritz Pichler. Anschließendes Gespräch mit Rudi Meraner und Walter Mössler.
"Pressespiegel" von und mit Elisabeth Baumgartner - Im Anschluss spricht der Historiker Hans Heiss über Elisabeth Baumgartner und ihre Bedeutung für die Südtiroler Zeitgeschichte
Elisabeth Baumgartner. Journalistin und Künstlerin |
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16.05.2025 |
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Die am 16. Dezember 1898 eröffnete und am 1. August 1963 (Personenverkehr) bzw. am 1. Mai 1971 (Güterverkehr) eingestellte Überetscherbahn verband den Bahnhof Bozen über Sigmundskron und Eppan / Girlan mit der Marktgemeinde Kaltern. Von Kaltern, damals in der k.k. Zeit bereits ein Mobilitätszentrum, konnte man mit der Bahn weiter nach St. Anton und von dort mit der Standseilbahn bereits ab 1902 auf die Mendel fahren.
Knapp 11 Kilometer lang stellte die Überetscherbahn nach Projekten von Eisenbahnvater Josef Riehl für Jahrzehnte den Lebensnerv des Überetscher Gebietes dar. Im Rahmen der Bauausführungen unter der Leitung von Oberingenieur Andreas Schlör wurde in Kaltern auch eine Remise (Wagenhalle) mit der Werkstätte für die Fahrzeuge errichtet. Sie steht heute noch als Originalbau aus dem Jahre 1898 an Ort und Stelle, lediglich eine neue Dachdeckung erfolgte vor Jahren.
Im Inneren sind die Originalgleise der normalspurigen Lokalbahn genauso erhalten wie eine sehr interessante Werkzeugwand.
Nun plant die Gemeinde Kaltern den Abriss dieses einigermaßen gut erhaltenen und für das Abstellen von Bussen verwendeten Baus und die Errichtung von Neubauten an deren Stelle.
Aus der Sicht des Kuratoriums sollte vielmehr die Remise als Eckpfeiler des Kalterer Bahnhofensembles als charakteristisches Beispiel der Baukultur erhalten bleiben. Das neue Bauen im Bestand bedeutet sicherlich eine grössere Herausforderung als ein reiner Neubau, bietet jedoch eine Aufwertung des gesamten Areals.
Abgesehen von der Wiederverwertung dieser Halle als Supermarkt und Markthalle, oder Refunktionalisierung als Teil eines Parkhauses oder gar beim möglichen Wiederaufbau einer "Überetscherbahn Neu" als Abstellhalle, soll die Remise als ein eisenbahntechnisches Industriedenkmal der Gründerzeit erhalten bleiben. Es handelt sich dabei um die älteste, noch im Urzustand bestehende Eisenbahn-Remise innerhalb der Europaregion Tirol. Alle anderen Wagenhallen, sowohl der Haupt- als auch der Nebenbahnen, wurden entweder in späterer Zeit um- oder neu gebaut oder abgerissen. Laut dem neuen Südtiroler Kulturgütergesetz von 2023 haben Bauten, die älter als 70 Jahre sind, automatischen Schutzstatus.
Darüber hinaus ist es wichtig, dieses industrielle nachhaltige Kulturdenkmal mit seiner unwiederbringbare Atmosphäre für die kommenden Generationen zu erhalten. Nur die gebaute Realität transportiert alle Informationen.
(Klaus Demar)
Kuratorium für technische Kulturgüter
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12.05.2025 |
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Der Geschichtsverein Brixen lädt am Mittwoch, den 14. Mai 2025 mit Beginn um 18 h zum Vortrag über die Südtiroler Siedlungen. Ort: Brixen, Altes Rathaus, Adrian-Egger-Saal
Eingang Große Lauben 14.
es sprechen: Wittfrida Mitterer, Horst Hambrusch, Günther Pallaver.
Wittfrida Mitterer, Direktorin des Kuratoriums für technische Kulturgüter, hat eine wertvolle Dokumentation über die Südtiroler Siedlungen vorgelegt, die nach 1939 für die Südtiroler Optanten im damaligen Deutschen Reich gebaut wurden.
Horst Hambrusch, Architekt und Bauforscher, hat die Dokumentation wissenschaftlich begleitet. Günther Pallaver, Politikwissenschaftler, Historiker und Journalist hat für den Band einen Beitrag zum Thema „Was ist Heimat“ geliefert. Er spricht über die Südtirol Option 1939 und ihre Folgen.
Wir freuen uns auf Deine Teilnahme!
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