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Pustertalbahn Haltepunkt Vierschach (ehem.)

Pustertalbahn Haltepunkt Vierschach (ehem.) - Baubestand, Bauzustand und Nutzung
Heutiger Baubestand:
Das Wärterhaus erhielt in späteren Jahren einen seitlichen Anbau aus verputztem Mauerwerk, ebenfalls mit Satteldach, welches in das bestehende Satteldach einschneidet. Zusätzlich wurde in den sechziger Jahren ein hölzernes Stationsgebäude errichtet. Damit war nicht nur die Ortsmitte von Vierschach unmittelbar angebunden – auch der Sessellift-Helm konnte von Skifahrern mit dem Zug gut erreichen. In jenen Jahren war die Zugverbindung ins Pustertal vor allem von München aus für den Skisport sehr beliebt.

Bauzustand:
Beide Gebäude befinden sich in gutem Zustand und könnten mit geringem Aufwand renoviert werden.

Derzeitige Nutzung:
Der kleine Eisenbahnhaltepunkt Vierschach und das Wärterhäuschen wird derzeit nicht genutzt.

Geplante Nutzung: Über eine neue Verwendung der beiden kleinen Gebäude ist derzeit nichts bekannt.

Empfehlung des Kuratoriums:
Eine Nutzung des kleinen Wärterhauses als Wohnhaus wird empfohlen. Durch die abgerückte Lage von Gleis und Straße ermöglicht es eine relativ störungsfreie Wohnsituation. Warum der sehr sinnvoll gelegene Haltepunkt von der Bahn nicht mehr genutzt wird ist nicht einzusehen.

Gesamtbewertung (Prof. Arch. Andreas Gottlieb Hempel):
Zahlreiche Wärterhäuser aus der Bautypenreihe des Architekten Wilhelm von Flattichs säumen die Bahnstrecke durch das Pustertal. Einige wenige sind noch im Originalzustand erhalten und mehr oder weniger verfallen. Die meisten wurden durch Anbauten erweitert und viele von ihnen werden als Wohnhäuser genutzt, eines davon – östlich von Innichen – sogar bis zur Unkenntlichkeit durch Aufstockung und Tiefgarage als komfortable Ferienhaus umgebaut. Damit wird wenigstens die solide Grundstruktur der Granitbauten genutzt.

Das kleine Vierschacher Wärterhaus bietet sich in seiner gut erhaltenen Bausubstanz für Wohnzwecke geradezu an – wer möchte nicht ein massives, winterfestes Ferienhaus zu Füßen eines der schönsten Skiberge in Südtirol – womöglich mit direktem Zuganschluss?

Der Haltepunkt Vierschach befindet sich gegenüber dem Sessellift auf den Helmberg, direkt an der Ortsmitte und sollte für den Regionalverkehr und die Bergfreunde aus Ost- und Südtirol auch wieder mit dem umweltfreundlichen öffentlichen Verkehrsmittel Eisenbahn angefahren werden.


Aktueller Zustand:
      nicht funktionstüchtig
Denkmalgeschützt mit LAB Nr.:
      Bp. 75, E.Zl. 115/II, K.G. Innichen
Für Publikum zugänglich:
      Ja
Baudaten:
      Baubeginn: 00-00-1866
      Inbetriebnahme: 00-00-1871
      Betriebsende: 00-00-1989
      AuftraggeberIn: K.K. Privilegierte Südbahn Gesellschaft (1862)
      Projektant/Erfinder: Architekt: Wilhelm von Flattich (1826-1900)
Panorama

Südtirol - Pustertal

Pustertaler Straße 1
I-39038 Vierschach




Anfahrt


Wegbeschreibung


Technik











Geschichte

Ursprünglicher Baubestand:
Das Wärterhaus basiert auf dem Typ „Wärterhaus eben“ gemäß der Typologie des Architekten von Flattich, aus Granitmauerwerk erstellt, ohne besondere Schmuckelemente mit einfachem Satteldach.





Kontakt

Ferrovia Statale FS - Direktion Region Bozen

39100 Bozen
Tel: 0039-0471-976077
Fax: 0039-0471-313786
Webseite: http://www.trenitalia.it


Meilensteine

K.K. Privilegierte Südbahn Gesellschaft (1862)
Bauzeit 1866 –1871 von Franzensfeste bis Lienz. Fertigstellung: 1871 (nur Wärterhäuschen). Das hölzerne Stationsgebäude wurde zu einem späteren Zeitpunkt, wahrscheinlich in den 60er Jahren errichtet. Heutige Eignerin: Italienische Staatsbahn FS (seit 1919 für die Strecke bis Innichen)

Architekt: Wilhelm von Flattich (1826-1900)
Wilhelm von Flattich (1826-1900), Hochbaudirektor der K.K. Privilegierten Südbahngesellschaft. Mitarbeit: Arch. Franz Wilhelm.



Fotogalerie

img6AwPzL.jpgHaltepunkt Vierschach (ehem.)
Zug hält nicht in Vierschach.
AutorIn/Copyright:Andreas Gottlieb Hempel, Brixen 2004


Literatur

Haltepunkt Vierschach (ehem.)
Informationen:
Francesco Pozzato ?Il Treno in Pusteria? Athesia Bozen, 1990
?Nutzungskonzept für verwaiste Bahnhöfe? Text: Elisabeth Baumgartner, Koordination: Wittfrieda Mitterer. Workshop vom 15. Mai 2003 in Bozen.
?Der Eisenbahnhochbau in seiner Durchführung auf den Linien der K.K. Privilegierten Süd-Bahngesellschaft? von Wilhelm von Flattich und Franz Wilhelm, Atlas, Lehmann & Wenzel, Wien.
Hans Heiss ?Kurzer Höhenflug: Der Bau der Pustertalbahn 1871? in Mobilitätszentrum Bruneck, der Architekturwettbewerb für das Bahnhofsareal, 2001, Folio Verlag, Wien-Bozen.
Erich Irenberger, FS Brixen. Architekt Albert Willeit, ehem. Obmann des Heimatpflegerverbandes Pustertal, Bruneck. Architekt Bernhard Lösch, Beirat für Baukultur im Heimatpflegeverband und Vertreter Italiens bei Europa Nostra, Innichen, Josef Oberhofer, Geschäftsführer Heimatpflegeverband, Bozen. Helmuth Stampfer, Landeskonservator und Leiter der Abteilung Denkmalpflege der Landesverwaltung, Bozen.
Erscheinungdatum: 00-00-0000